»Der Synthesizer Podcast – Zur Zukunft von Chemie und Gesellschaft.« Ein Projekt von Nona Schulte-Römer und Benjamin Steininger, gefördert von der Berlin University Alliance (BUA)

Chemie ist die Wissenschaft der Transformation. Was aber, wenn sich diese Wissenschaft selbst grundlegend transformieren, wenn Chemiker:innen ihr Forschungs- und Industriefeld neu definieren? Was, wenn das Transformationsziel nicht offen ist, sondern sich an Nachhaltigkeitszielen orientiert? Wie verändert die Chemiewende unsere Kultur und Gesellschaft?

Im Synthesizer Podcast beleuchten wir mit Expert:innen die Hintergründe und Herausforderungen dieser Transformation der Transformationswissenschaft hin zu einer grüneren und nachhaltigeren Chemie.

Gäste der ersten Staffel: Peter Seeberger / Klaus Kümmerer / Maria Andrea Mroginski / Jens Soentgen / Falk Harnisch / Annika Jahnke / Matthias Driess / Klara Winkler & Christopher Blum / Anna Isabel Becker // Link zu allen zehn Folgen hier // und überall wo es podcasts gibt: spotify, youtube, und seit kurzem auch bei wissenschaftspodcasts.de

Benjamin Steininger (UniSysCat) gemeinsam mit Martin Rahmel (Greenchem) im Podcast »Exzellent Erklärt«, Folge: »Chemiewende – Wie grüne Chemie unsere Zukunft prägt«

(link zum Podcast hier: Chemiewende – Wie grüne Chemie unsere Zukunft prägt

Chemie umgibt uns überall – und doch denken viele nur an Schulunterricht und Reagenzgläser. In dieser Folge geht es darum, warum wir eine ‘Chemiewende’ brauchen, wie Chemie nachhaltiger werden kann und welche Rolle Katalyse dabei spielt. Beleuchtet werden die Herausforderungen der ‘Defossilisierung’ (‘De-Carbonisierung’ würden Chemiker*innen nie sagen, denn auch alle nachhaltige Chemie arbeitet mit Kohlenstoff), innovative Materialien und die Frage, ob wir mit Chemie die Welt retten können. Dabei geht es nicht nur um Forschung, sondern auch darum, wie wir diese in die Praxis bringen – mit viel Innovationsgeist und Mut zur Veränderung.

Natur und Propaganda

Lukas Bärfuss im Gespräch mit Alexander Klose, dazu Lesung von Sandra Hüller. 21.8.2023, Maschinenhaus Essen.

© Alexander Klose, Christian Hüller, Lea Meienberg

Natur ist möglicherweise schon immer ein propagandistischer Begriff, durch den die Sphäre des Menschen und der Mensch selbst ideologisch von allem nicht-Menschlichen abgesetzt und überhöht werden sollte. Mit dem neu erstarkten ökologischen Bewusstsein im Zeichen der Anthropozän-These stürzt die Behauptung der kategorischen Trennung zwischen Mensch und Natur bzw. Kultur und Natur in sich selbst zusammen. In der späten Petromoderne sind die Umwelten eines großen Teils der Menschen als “zweite Natur” ausgestaltet. Jedoch nichts, nicht einmal Beton, Plastik, Virtual Reality oder Raketentechnik, konnte jemals ganz den Boden des gegebenen Sets an Stoffen, chemischen Prozessen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten verlassen. Wenn wir heute also nach Natur fragen, zielen wir entweder auf Dynamiken und Stofflichkeiten, die trotz der konstitutiven Trennungsbehauptung nie aufhörten, in der menschengemachten Sphäre wirksam zu sein. Oder wir adressieren die Akte der diskursiven Setzungen selbst: Was gilt wo und zu welchem Zweck als ‘Natur’?

Das “Natur und Propaganda” überschriebene Gespräch zwischen Lukas Bärfuss und Alexander Klose dreht sich um Aspekte der (petro)modernen Ausstaffierung und Durchdringung der Welt, der modernen industriellen Gesellschaften und Menschen: Stoffe und ihre Dynamiken, wie Kunstdünger oder Zement, Heilsversprechen von Technik und Politik, Sucht, Propaganda und Gegenpropaganda als Kampf um die “Wahrheit der Natur”.

Sonntag, 21.8.22, 17:00, Maschinenhaus Essen, im Rahmen der Ruhrtriennale 2022.

Die offizielle Ankündigung der von Georg Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss konzipierten und geführten Reihe “Die Natur des Menschen” im Programm der Ruhrtriennale findet sich hier.

Das Gespräch wurde für WDR 3 Forum aufgezeichnet und ist bis 23.9.2023 unter diesem Link abrufbar.

»Tagesgespräch« vom 29.6.2022 mit Benjamin Steininger auf Bayern 2 Radio und auf ARD-Alpha: »Krieg, Inflation und andere Krisen: Stellen Sie Ihren Lebensstil um?«

»Im Tagesgespräch ging es um schwierige Zeiten. Wie reagieren Sie auf die vielen Krisen und Katastrophen auf der Welt? Kann das Leben einfach unverändert so weitergehen? Moderation: Christoph Peerenboom / Gast: Benjamin Steininger, Kulturwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, Katalyseforscher bei UniSysCat an der TU Berlin«

(Sendung nachsehen: link zum Video (ca. 55 min) in der ARD-Mediathek).

(Sendung nachhören: link zum Podcast (ca 55 min) auf BR Podcast)

»Ein neues Erdzeitalter?« Benjamin Steininger im podcast: »Ach, Mensch!« auf detektor.fm

»In der Forschung wird darüber gesprochen, dass wir uns in einem neuen Erdzeitalter befinden: dem Anthropozän – oder auch dem Zeitalter des Menschen. Es ist ein interdisziplinärer Begriff, der unter anderem auch die Auswirkungen von menschengemachten Dingen auf die Erde beschreibt«

detektor.fm-Moderatorin Aileen Wrozyna spricht im Podcast mit Benjamin Steininger über dieses neue „Zeitalter des Menschen“. Er ist Kultur- und Medientheoretiker, Wissenschafts- und Technikhistoriker und Kurator (link hier).