Out now! Штайнингер/Клозе: »Нефть. Атлас петромодерна«! Unser Erdölatlas in russischer Übersetzung! Zum Preis von 989rub. Eine Kooperation mit dem Goethe-Institut Novosibirsk, dem Verlag logos/lettera und der Buchhandlung Gnosis Moskau

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Беньямин Штайнингер, Александр Клозе: Нефть. Атлас петромодерна

М.: Издательство “Логос”, ООО “НПТ”. Москва 2021. – 324 с.
ISBN 5-8163-0088-9 (Серия: letterra.org/off-university)

Стоит 989 р.

Перевод и издание книги осуществлены при поддержке Гёте-Института

Нефть (Erdöl) вездесуща, преобразуется в множество личин и состояний (вот она как «топливо», а вот как «полиэтиленовый пакет», «помада» или «воздушный шарик»), оставаясь при этом невидимой. Одновременно чудесная и роковая субстанция, она по преимуществу символизирует как надежды и соблазны, так и угрозы и страхи нашего времени. И чтобы вновь освободиться от них, нам нужно уметь понимать, с чем мы имеем дело в наших двигателях, лабораториях и телах, в наших науках и мечтах. В этом богато и тонко проиллюстрированном Атласе рассказаны 43 истории о Нефти как «материальном бессознательном современности»: о глубоком бурении и космических путешествиях, о роскошных телах и прирученных молекулах, о невероятном богатстве, молниеносной войне и разрушении ценностей. Потому что Нефть – это больше, чем просто сумма ее молекул: это солнечный свет, накопленный за миллионы лет, это концентрированная история Земли, это чудодейственная смазка, позволяющая крутиться «колёсам» петромодерна, нашей нефтесовременности – вопреки (и благодаря!) всей ее противоречивости.

»Нефть. Атлас петромодерна« am Stand der Buchhandlung ‘Gnosis’ auf der Buchmesse non/fiction#23 12/2021, Moskau (Fotos: Oleg Nikiforov)

“Загадочная книга…..” (“ein mysteriöses Buch…”) Rezension auf gorky.media (link hier)

Benjamin Steininger: »Ammonia synthesis on the banks of the Mississippi: A molecular-planetary technology« in: »Anthropocene Review (2021), Special Issue: Mississippi«

“A google street view of CF Industries reveals almost nothing about these institutions” (after Bertolt Brecht)

The paper discusses the CF-industries ammonia plant in Donaldsonville, Louisiana. The plant is framed as an exemplary site from which the Anthropocene can be observed and understood. In doing so, a proposal for a “chemical cultural theory” is set out, to allow us to understand such molecular planetary technologies and interpret their (geo)historical significance. As one of the largest fertilizer plants in the world in terms of its output, and one of the largest chemical plants along the “Petrochemical Corridor,” a cluster of chemical industries situated between Baton Rouge and New Orleans, Donaldsonville typifies the relations between the nitrogen and hydrocarbon industries. Catalysis is here used both as a chemical concept and as a metaphor central to the proposed chemical cultural theory. As key to the Haber-Bosch process and refinery technologies in general, investigating the role of catalysis allows us to connect the history of the Petrochemical Corridor to that of German industrialism. This relation reveals how, from the late 19th century through to the World Wars, an ambivalent industrial co-operation between the US and Germany not only transformed local and planetary environments, it also contributed to the Anthropocene condition.

»Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters« – Ausstellungseröffnung am 3.9.2021 mit regem Medieninteresse

Eröffnungsrede, Foto Laurina Preckel

Mit 150, pandemiepolitikbedingt in der Teilnehmerzahl beschränkten und im Vorfeld registrierten Gästen eröffnete am Freitag, 3.9.2021, um 19:00 Uhr endlich unsere große Erdölausstellung, auf die wir seit 2016 hingearbeitet haben. Anwesend waren Bürgermeister und andere Würdenträger aus Wolfsburg und der Region, aber auch viele Freunde und Freundinnen aus Berlin, Wien, und anderswo. Die Reaktionen sowohl auf unsere Einführungsrede als auch auf die Ausstellung waren freundlich bis begeistert. Nachdem wir schon am Abend zuvor mit den eigens für unsere Ausstellung angereisten Künstler_innen Gunhild Vatn, Wes Bell und Joep van Lieshout bis in den späten Abend im Foyer des Museums geredet und gezecht hatten, setzten wir dies am Eröffnungsabend entschlossen dortselbst und im abgebildeten Eingangsbereich zwischen den heute obligatorischen Urban Gardening-Paletten fort. Es war schön.

Bereits am Donnerstag zur Pressekonferenz hatte sich ein großes Interesse und hoffentlich entsprechend großes Medienecho angekündigt. Fernsehteams von NDR, 3Sat und ZDF Heutejournal waren da, ebenso Radioleute und Vertreter_innnen diverser regionaler und überregionaler Zeitungen. Hier folgt eine Auflistung aller bislang erschienenen und gesendeten Beiträge (von denen wir etwas mitbekommen haben):

Presseberichte

Print und Online: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 2.9.2021, Deshalb riecht’s nach Öl im Kunstmuseum

Print und Online: Braunschweiger Zeitung, 2.9.2021, Erdöldämmerung in Wolfsburg

Audio: Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 3.9.2021, Beitrag von Simone Reber und Interview mit Benjamin Steininger

Video: NDRkultur, 3.9.2021, Schau in Wolfsburg beleuchtet Fluch und Segen von Erdöl

Online: Deutsche Welle, 4.9.2021, Nicht ideologisch: Schau blickt auf das Erdölzeitalter

Video: ZDF und 3sat, Kulturzeit, 6.9.2021, OIL. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters

Print und Online: FAZ, 8.9.2021, Stählerner Fingerzeig nach oben

Video: heute Journal, 13.9.2021, Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters

Print und Online: taz nord, 21.9.2021, Unsichtbar und allgegenwärtig

Print und Online: Süddeutsche Zeitung, 16.10.2021, Wie geschmiert

Print: ART magazin 11/2021, Schwarzes Gold

Online: H/SOZ/KULT, 13.11.2021, OIL. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters

Print: Artline 11/21, Spektakulärer Abgesang

Kunstbulletin 12/2021, Öl – Schönheit und Schrecken

Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters – Oil. Beauty and Horror in the Petrol Age – Le catalogue nouveau est arrivé!

Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters, hrsg. von Andreas Beitin, Alexander Klose & Benjamin Steininger, Köln: Walther König 2021.  (deutsche Ausgabe)

Das Buch fungiert einerseits als Katalog, aber auch als bleibender Beitrag zur Petrokulturforschung mit weit mehr als den in der Ausstellung befindlichen Werken und Forschungsbeiträgen internationaler Expert*innen, deutsche und englische Ausgabe, je 400 Seiten, ca. 450 Abbildungen, Gestaltung Jan Kiesswetter, mit einem Vorwort von Andreas Beitin, einer Einleitung von Alexander Klose und Benjamin Steininger und Texten von Akintunde Akinleye, Leila Alieva, Dominic Boyer, Jan von Brevern, Heather Davis, Elena Engelbrechter, Christoph Engemann, Timothy Furstnau, Eckhart Gillen, Rüdiger Graf, Helmut Höge, Bernhard Hopfengärtner, Isabel J. Piniella Grillet, Karen Pinkus, Christian Schwarke, Suwarno Wisetrotomo und Susanne Witzgall), 39 EUR im Museumsshop und auf kunstmuseum.de

Oil. Beauty and Horror in the Petrol Age edited by Andreas Beitin, Alexander Klose, and Benjamin Steininger, Köln: Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König 2021. (english edition)

The book operates as a catalogue, but at the same time is meant to be a lasting contribution to petrocultural research with a lot more than the artistic works shown in the exhibition and essays by international experts, German and English edition, each 400 pages, approx. 450 illustrations, design by Jan Kiesswetter, with a foreword by Andreas Beitin, an introduction by Alexander Klose and Benjamin Steininger, and texts by Akintunde Akinleye, Leila Alieva, Dominic Boyer, Jan von Brevern, Heather Davis, Elena Engelbrechter, Christoph Engemann, Timothy Furstnau, Eckhart Gillen, Rüdiger Graf, Helmut Höge, Bernd Hopfengärtner, Isabel Piniella, Karen Pinkus, Christian Schwarke, Suwarno Wisetrotomo, and Susanne Witzgall, 39 EUR at Kunstmuseum Wolfsburg and at kunstmuseum.de.

Alexander Klose, Benjamin Steininger: Erdöl. Ein Atlas der Petromoderne. Berlin: Matthes&Seitz 2020

Das Buch ist vieles in einem: historisches und geografisches Sachbuch, kulturtheoretischer Essay, Bilderbuch. In dreiundvierzig, von ebenso vielen Bild-Fundstücken inspirierten Kapiteln, entwickeln wir ein technisches, geografisches, politisches und spekulatives Panorama der sich neigenden Erdölmoderne.

Wir schlendern nach Baku, Louisiana, in die Mandschurei und durchs Wiener Becken. Wir lesen Karl Valentin, technische Handbücher und hören Neil Young. Es geht zum Mond, durch Raffinerien und über corona-leere Highways. Wir verknüpfen Petrochemie mit Petromelancholie, Katalyse mit Katharsis, Kosmos mit Kosmetik. Es geht um die Abgründe und Höhenflüge eines Stoffes, der unsere Epoche in all ihren Widersprüchen durchzieht, und dessen Rolle für unsere Gegenwart wir verstehen sollten, um ihn dann hinter uns zu lassen.

324 Seiten, 43 Abbildungen, davon 21 in Farbe, Hardcover, 26 EUR, ISBN: 978-3-95757-942-3

»Erdöl. Ein Atlas der Petromoderne« ist von der Stiftung Buchkunst als eines der 25 schönsten deutschen Bücher 2021 ausgezeichnet worden!

»Den „Atlas der „Petromoderne“ stelle man sich vor, als wäre er gerade aus einer Öllache gezogen worden, mit der Klebrigkeit seiner pechschwarzen Oberfläche, die nur auf den Lettern des Buchtitels abperlt.«

»So erweist sich das Ganze auch als kommentierte Ikonografie eines problematischen Schmiermittels der Gegenwart.«

https://www.stiftung-buchkunst.de/de/die-schoensten-deutschen-buecher/2021/alle-praemierten-2021.html?id=433

»Dämmerung der Petromoderne«, Helmut Höge in der »Jungen Welt« vom 11.5.2021

»Heute gehört der französische Wissenschaftshistoriker Bruno Latour mit seiner »Akteur-Netzwerk-Theorie« (ANT) zu den bekanntesten Kritikern der Petromoderne. Für Latour gibt es keine ökonomische Utopie mehr, nur noch eine ökologische. Nicht trotz, sondern wegen Klimaerwärmung, Bienensterben und Artensterben, radioaktiver Verseuchung und Überfischung der Meere, Humusverlust und Verwüstung der Erde.»Heute gehört der französische Wissenschaftshistoriker Bruno Latour mit seiner »Akteur-Netzwerk-Theorie« (ANT) zu den bekanntesten Kritikern der Petromoderne. Für Latour gibt es keine ökonomische Utopie mehr, nur noch eine ökologische. Nicht trotz, sondern wegen Klimaerwärmung, Bienensterben und Artensterben, radioaktiver Verseuchung und Überfischung der Meere, Humusverlust und Verwüstung der Erde.

2020 erschien ein »Atlas der Petromoderne«. Er behandelt die Petromoderne bereits als eine abgeschlossene Ära, seine Autoren, die Kulturwissenschaftler Alexander Klose (Berlin) und Benjamin Steininger (Wien), bereiten daneben seit 2017 eine Retrospektive dieser Ära im Kunstmuseum Wolfsburg vor: »Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters«. […]

»Der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., war da schon weiter: Er sah bereits das Ende der Petromoderne: »Ich bleibe beim Pferd, das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung«, sagte er.«