
»Von nichts sind die Menschen so abhängig wie vom Öl. Was hat es mit ihnengemacht? Die Forscher von Beauty of Oil arbeiten an einer Kulturgeschichte dieses magischen Stoffes « (Jörg Häntzschel)

understanding petro modernity
“Hydrocarbons” plunges into the complexities and contradictions of the oil era and thereby into the molecular basis of the technosphere. It is set within a multichannel multimedia installation that includes emblematic short scenes from the feature film Le salaire de la peur (The Wages of Fear, 1953). The section examines the geopolitical-industrial complex that drives petrochemistry and, by consequence, mobility, consumption, waste and adventure.

Experts: Dieter Hiller / Oxana Timofeeva / Jens Soentgen / Stephanie Lemenager / Alexander Ilitchevsky / Benjamin Steininger / Alexander Klose / Bernd Hopfengärtner
https://www.hkw.de/en/programm/projekte/veranstaltung/p_136823.php
Related Publication by Benjamin Steininger: Ein Füllhorn des 20. Jahrhunderts, from 1948- Unbound. Entfesselung der technischen Gegenwart, Beilage in taz-die Tageszeitung, 30. November 2017

»Dann wird es ärgerlich. Denn genau zwischen Venlo und Mönchengladbach liegen zwar – wie ich aus dem Historikerbuch in meinem Koffer weiß – seit den 1950ern Pipelines zum reibungslosen Transport von Millionen von Tonnen von Kohlenwasserstoffen, aber der Eisenbahntakt denkt hier weiter in Landesgrenzen. Taktlücke, Unterbrechung, den Nachtzug in Köln kann ich vergessen! «

Von 2012 bis 2016 leitete Benjamin Steininger ein partizipatives Sammlungs- Forschungs- und Ausstellungsprojekt zur Geschichte der österreichischen Erdölindustrie. Marksteine der Geschichte des 20. Jahrhunderts, Erster und Zweiter Weltkrieg, Wirtschaftswunder und Kalter Krieg sind in Österreich mit Öl aus dem Wiener Becken verbunden – weitgehend umbemerkt von der Öffentlichkeit und ohne institutionelle Dokumentation. Keine der relevanten Firmen hat ein Archiv.
Insgesamt mehr als 8000 Fotografien, Dokumente, Filme aus bislang völlig unbekannten, inoffiziellen, privaten Archiven konnten im Dreischritt “Geschichtswerkstatt, Datenbank, Digitale Ausstellung” geborgen und der Forschung zugeführt werden. (Findbuch hier)
Träger war der Verein Science Communications Research e.V. Wien, Projektpartner waren OMVAG, RAG-Austria, Geologische Bundesanstalt, Technisches Museum Wien, Land Niederösterreich, Stadt Wien, Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft, Österreichisches Filmmuseum.

„De-Monstrationen“. Was man hier meist überhört, ist der Begriff des Monsters.
Ich habe zwei Monster mitgebracht. Zwei auf den ersten Blick unauffällige Dinge. Einen Stein, genauer gesagt einen Bohrkern, und eine technische Vorrichtung, einen Katalysator.